Trotz internationaler Bemühungen im Kampf gegen die Armut und Transferleistungen in einem Umfang von mehr als 1,7 Billionen US Dollar seit 1950, ist Massenarmut in den Entwicklungsländern bis heute Realität. Weltweit verfügt fast jeder zweite Mensch über weniger als zwei US Dollar pro Tag. 1,4 Milliarden Menschen leben in extremer Armut – von weniger als 1,25 US Dollar täglich. Auch wenn das immerhin eine halbe Milliarde weniger Menschen sind als 1981, kommt der Weltbank-Report zu dem Schluss: „Die Entwicklungsländer sind ärmer, als wir bislang angenommen haben“.
Durch neue Daten über die Preisentwicklung in den Entwicklungsländern ist die materielle Armutsgrenze jetzt angehoben worden. Statt wie bisher die Grenze bei einem US Dollar zu ziehen, definieren die Weltbank-Experten jetzt als extrem arm, wer im Durchschnitt von weniger als 1,25 US Dollar am Tag leben muss. Dieser Betrag entspricht rund 85 Euro Cent. Das heißt: In etwa so viel, wie man in Deutschland für einen Schokoriegel an Tankstellen bezahlt.
Welchen Beitrag können unternehmerische Ansätze zur Überwindung dieser extremen Armut leisten?
Quelle: OECD Aid Statistics (2007) und Weltbank (2008); Foto: Humberg (2005)